Lisa-Marie Unger • 18. September 2026

Rich Snippets, Rich Results und strukturierte Daten

Google verwendet für bestimmte erweiterte Suchdarstellungen den Begriff Rich Results. Sie können zum Beispiel zusätzliche Angaben zu einem Produkt, Rezept oder Event zeigen. Welche Darstellung Google ausspielt, hängt vom jeweiligen Feature-Typ, den sichtbaren Seiteninhalten und den geltenden Google-Richtlinien ab.


Der Begriff Rich Snippet ist älter und im allgemeinen Sprachgebrauch weiterhin verbreitet. Für die technische Einordnung ist er aber nicht vollständig gleichbedeutend mit der aktuellen Google-Kategorie «Rich Result». SERP-Features sind der Oberbegriff für unterschiedliche Darstellungen in der Suchergebnisseite, darunter auch Bildresultate oder Knowledge Panels. Strukturierte Daten sind ein Baustein des technischen SEO.

Welche Rolle spielen strukturierte Daten?

Strukturierte Daten geben Google standardisierte Hinweise zur Bedeutung sichtbarer Seiteninhalte. Sie können eine Seite für passende Rich Results geeignet machen. Dafür müssen die ausgezeichneten Angaben zum Inhalt passen, vollständig, wahr und aktuell sein.


Aus strukturierten Daten folgt keine Garantie für eine erweiterte Darstellung. Sie garantieren auch kein Ranking, keine Klickrate, keinen Traffic und keine Conversion. Ob Google ein Rich Result zeigt, entscheidet Google je nach Feature, Suchanfrage und weiteren Voraussetzungen.

Drei Spezifikationsblätter mit farbigen Markierungen und einer Klammer-Karte

Aktuelle Feature-Typen richtig auswählen

Wähle nur einen aktuell von Google dokumentierten Feature-Typ, der zum sichtbaren Inhalt der Seite passt. Die Google Search Gallery ist dafür die massgebliche Prüfbasis. Ein Feature-Typ ist nicht deshalb sinnvoll, weil er eine auffälligere Suchdarstellung ermöglichen könnte. Vier Fragen sind vorher zu klären.

Schema: schlichtes Suchergebnis, strukturierte Daten, angereichertes Ergebnis

Schlichtes Ergebnis

Strukturierte Daten

Angereichertes Ergebnis

Beschreibt der Typ sichtbaren Inhalt?

Der Feature-Typ muss einen Inhalt beschreiben, der auf der Seite tatsächlich zu sehen ist. Auszeichnungen für unsichtbare oder nur angedeutete Inhalte verstossen gegen die Google-Richtlinien.

Sind die Eigenschaften vollständig?

Die erforderlichen Eigenschaften müssen vollständig, wahr und aktuell sein; empfohlene Eigenschaften ergänzt du nur, soweit sie passen und belegbar sind. Fehlende Pflichtangaben machen die Auszeichnung für ein Rich Result unbrauchbar.

Bleibt es auch ohne Darstellung sinnvoll?

Die Angaben sollen auch dann Sinn ergeben, wenn Google keine erweiterte Darstellung ausspielt. Strukturierte Daten sind eine Beschreibung des Inhalts, kein Schmuck.

Ist die Dokumentation noch aktuell?

Google ändert die unterstützten Typen. FAQ-Rich-Results zum Beispiel zeigt Google nicht mehr in der Suche; FAQ-Inhalte sollen deshalb nicht als Weg zu einer FAQ-Darstellung beworben werden.

Strukturierte Daten, Rich Results und SEO

Strukturierte Daten helfen Google, sichtbare Inhalte präziser einzuordnen. Daraus kann eine Eignung für passende Rich Results entstehen. Es wäre aber falsch, daraus eine direkte SEO-Wirkung abzuleiten.


Eine saubere Auszeichnung ersetzt keine hilfreichen Inhalte, keine verständliche Seitenstruktur und keine technische Prüfung. Ebenso wenig ist eine auffällige Darstellung ein Ziel für sich. Entscheidend ist, ob die Seite die Information für Leser wirklich bereitstellt und der gewählte Feature-Typ diese Information korrekt beschreibt.

Hände halten ein Tablet, auf dem ein Prüfwerkzeug Befunde meldet

Wie eine Umsetzung vorbereitet wird

Vor einer technischen Umsetzung wird zuerst ein passender, aktueller Google-Feature-Typ festgelegt. Danach wird geprüft, welche sichtbaren Inhalte der Seite durch strukturierte Daten beschrieben werden dürfen.


Für Google ist JSON-LD ein empfohlener, aber nicht der einzige unterstützte Weg. Google unterstützt bei korrekter Umsetzung auch Microdata und RDFa. Die Wahl des Formats richtet sich nach dem konkreten technischen Kontext. Eine pauschale Vorgabe für ein bestimmtes Werkzeug oder für eine bestimmte Stelle im Dokument ist nicht sinnvoll.

Drei Prüfebenen vor und nach der Veröffentlichung

Auch eine gültige Auszeichnung garantiert keine Rich-Result-Darstellung. Sie ist eine Grundlage für eine mögliche Darstellung, keine Zusage. Geprüft wird auf drei Ebenen.


1. Der Feature-Typ passt zum Inhalt

Der gewählte Feature-Typ beschreibt genau den sichtbaren Seiteninhalt, nicht mehr und nicht weniger.


2. Die Daten sind korrekt und vollständig

Die strukturierten Daten enthalten die erforderlichen Angaben korrekt, vollständig und in einem von Google unterstützten Format.


3. Die Prüfwerkzeuge melden nichts

Der Test für Rich-Suchergebnisse und die Google Search Console zeigen keine technischen Probleme. Ob die Angaben inhaltlich stimmen und den Qualitätsrichtlinien entsprechen, prüfst du zusätzlich selbst.

Häufige Fehler vermeiden

Vermeide strukturierte Daten, die nur für eine auffällige Suchdarstellung ergänzt werden. Auszeichnungen müssen den sichtbaren Inhalt korrekt wiedergeben. Unzutreffende, unvollständige oder veraltete Angaben können gegen die allgemeinen Google-Richtlinien verstossen und führen nicht zu einer verlässlichen Suchdarstellung.


Ebenso wichtig ist die begriffliche Trennung: Nicht jedes SERP-Feature ist ein Rich Result, und nicht jede strukturierte Datenauszeichnung führt zu einem Rich Result. Wer diese Unterschiede kennt, plant Inhalte und technische Prüfung realistischer.

Unsicher, welcher Feature-Typ zu deiner Seite passt?

Wir prüfen deine sichtbaren Inhalte gegen die aktuelle Google-Dokumentation und sagen dir, welche Auszeichnung sinnvoll ist und welche nicht.

Fazit zu Rich Results

Strukturierte Daten können Google helfen, sichtbare Seiteninhalte einzuordnen und eine Seite für passende Rich Results geeignet zu machen. Sie sind jedoch keine Abkürzung zu besseren Rankings oder mehr Klicks. Als sinnvoller Ausgangspunkt dient ein sichtbarer, korrekter und aktueller Seiteninhalt. Erst danach wird geprüft, ob ein dokumentierter Google-Feature-Typ tatsächlich passt.


Wo strukturierte Daten in der Gesamtbetrachtung der Suchmaschinenoptimierung stehen und wie sie in eine SEO-Strategie einfliessen, besprechen wir gerne mit dir.

Häufige Fragen zu Rich Results

  • Was ist der Unterschied zwischen Rich Snippet und Rich Result?

    Rich Snippet ist der ältere, umgangssprachliche Begriff. Google nennt erweiterte Suchdarstellungen heute Rich Results. Gemeint ist meist dasselbe, für die technische Einordnung ist Rich Result der präzisere Begriff.

  • Garantieren strukturierte Daten ein Rich Result?

    Nein. Sie machen eine Seite für eine erweiterte Darstellung geeignet. Ob Google sie zeigt, hängt vom Feature-Typ, der Suchanfrage und weiteren Voraussetzungen ab.

  • Verbessern strukturierte Daten das Ranking?

    Nicht direkt. Sie helfen Google, Inhalte einzuordnen, und können die Darstellung in den Suchergebnissen verändern. Ein Rankingfaktor sind sie nicht.

  • Zeigt Google noch FAQ-Rich-Results?

    Nein. Google hat FAQ-Rich-Results aus der Suche entfernt. FAQ-Inhalte bleiben für Leserinnen und Leser nützlich, sollen aber nicht mit einer FAQ-Darstellung beworben werden.

  • Welches Format soll ich verwenden: JSON-LD, Microdata oder RDFa?

    Google empfiehlt JSON-LD, unterstützt aber auch Microdata und RDFa. Die Wahl richtet sich nach dem technischen Kontext deiner Website, nicht nach einer pauschalen Regel.

  • Wie prüfe ich meine strukturierten Daten?

    Mit dem Test für Rich-Suchergebnisse von Google und in der Google Search Console. Beide zeigen, ob die Auszeichnung gültig ist und ob Google Probleme erkennt.

Weiterlesen zu strukturierten Daten und Suchergebnissen

Die folgenden Themen schliessen fachlich an diese Seite an:


Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


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