Lisa-Marie Unger • 6. Mai 2026

Microsoft Ads - Mehr Transparenz bei Performance Max

Microsoft Advertising macht einen wichtigen Schritt in Richtung Transparenz: Der PMax Website Publisher URL Report zeigt neu auch Conversion- und Ausgabedaten auf Placement-Ebene. Was das für deine Kampagnen bedeutet, erfährst du hier.


Performance Max war lange eine Blackbox

Wer schon länger mit Performance Max-Kampagnen arbeitet, kennt die Frustration: Du weisst, dass dein Budget irgendwo ausgegeben wird, aber wo genau und mit welchem Ergebnis bleibt oft unklar. Automatisierte Kampagnen haben viele Vorteile, aber fehlende Transparenz war lange eines der grössten Kritikpunkte an diesem Kampagnentyp. Das gilt sowohl für Google Ads als auch für Microsoft Advertising.


Genau hier setzt das neueste Update von Microsoft Ads an. Mit der Erweiterung des PMax Website Publisher URL Reports um Conversion- und Ausgabendaten bekommst du als Werbetreibender erstmals einen klaren Blick darauf, welche Placements tatsächlich Ergebnisse liefern, und welche einfach nur Budget verbrauchen.

Abbildung eines Laptops, auf dem ein Website-Dashboard mit Symbolen, Diagrammen und einem Megafon auf blauem Hintergrund zu sehen ist

Was ist neu beim PMax Placement Report?

Bisher zeigte der PMax Website Publisher URL Report lediglich, auf welchen Websites und Publishern deine Anzeigen ausgespielt wurden. Das war ein erster Schritt, aber noch wenig aussagekräftig. Impressionen und Klicks allein sagen dir nicht, ob eine Platzierung wirklich zum Geschäftserfolg beiträgt.


Mit dem neuen Update werden nun Conversion-Daten und Ausgaben direkt auf Placement-Ebene ausgewiesen. Das bedeutet: Du siehst konkret, welcher Publisher oder welche Website tatsächlich zu Conversions geführt hat und wie viel Budget dort geflossen ist. Diese Information war bisher nur auf aggregierter Kampagnenebene verfügbar, was eine gezielte Optimierung praktisch unmöglich machte.


Das Update wurde von Navah Hopkins, Product Liaison bei Microsoft Ads, kommuniziert und gilt als ein wichtiges Signal dafür, dass Microsoft Advertising zunehmend auf mehr Kontrolle und Transparenz für Werbetreibende setzt.


Warum ist das für dich als Werbetreibender relevant?

Der entscheidende Unterschied zu vorher: Du kannst jetzt datenbasiert entscheiden, nicht mehr nur nach Bauchgefühl. Stell dir vor, du schaltest eine Performance Max-Kampagne mit einem Monatsbudget von einigen Tausend Franken. Bisher wusstest du grob, wie viele Conversions die Kampagne insgesamt erzielt hat. Aber du wusstest nicht, ob 80 Prozent davon von drei starken Publishern kamen, während der Rest des Budgets auf Websites landet, die nichts bringen.

Genau das kannst du jetzt herausfinden. Und auf Basis dieser Daten kannst du konkret handeln.


Ein weiterer Aspekt ist die Rechtfertigung von Kampagnenbudgets gegenüber Kunden oder internen Stakeholdern. Wenn du nicht erklären kannst, warum eine automatisierte Kampagne funktioniert oder nicht, verlierst du schnell das Vertrauen. Mit konkreten Placement-Daten hast du eine solide Grundlage für deine Reporting-Gespräche.


Konkrete Anwendungsfälle im Kampagnen-Alltag

Das Update eröffnet dir verschiedene praktische Möglichkeiten, die du direkt in deinem Kampagnenmanagement einsetzen kannst.


Starke Placements skalieren: Identifiziere Publisher und Websites, die überproportional viele Conversions liefern. Diese Erkenntnisse kannst du nutzen, um gezielt Audience-Ads-Strategien aufzubauen, etwa Remarketing-Kampagnen oder Zielgruppen auf Basis von Nutzern, die auf diesen hochwertigen Inventaren mit deinen Anzeigen interagiert haben.


Schwache Placements ausschliessen: Auf der anderen Seite kannst du Websites identifizieren, die viel Budget verbrauchen, aber kaum oder keine Conversions liefern. Über account-weite URL-Ausschlusslisten lassen sich diese Placements gezielt sperren. So schützt du nicht nur dein Budget, sondern auch die Markensicherheit deiner Kampagnen.


Bessere Kampagnenstruktur: Wenn du weisst, welche Placements funktionieren, kannst du langfristig entscheiden, ob bestimmte Inventare besser in dedizierten Audience-Ads-Kampagnen betreut werden sollten, anstatt nur als Teil der automatischen PMax-Aussteuerung zu laufen.


Der grössere Trend: Automatisierung braucht Transparenz

Das Update ist kein Zufallsprodukt. Es spiegelt eine Entwicklung wider, die sich in der gesamten Branche abzeichnet: Automatisierte Kampagnenformate wie Performance Max stossen bei Werbetreibenden auf Skepsis, wenn die Nachvollziehbarkeit fehlt. Die Plattformen reagieren darauf, indem sie schrittweise mehr Einblick in die Entscheidungen des Algorithmus geben.


Microsoft geht mit diesem Schritt einen wichtigen Weg. Statt die Automatisierung vollständig durch manuelle Kontrolle zu ersetzen, werden Werbetreibende mit gezielten Datenpunkten ausgestattet, die eine sinnvolle Optimierung ermöglichen. Das ist der richtige Ansatz: nicht weniger Automatisierung, sondern klügere Automatisierung, die auf echten Daten basiert.


Für Agenturen wie auch für In-House-Teams bedeutet das, dass Performance Max künftig nicht mehr als undurchsichtige Blackbox betrachtet werden muss. Mit den richtigen Reporting-Strukturen kann diese Kampagnenform zu einem gut steuerbaren Bestandteil des Media-Mix werden.


Was du jetzt tun solltest

Wenn du bereits Performance Max-Kampagnen bei Microsoft Advertising schaltest, lohnt es sich, den PMax Website Publisher URL Report ab sofort regelmässig zu prüfen. Richte dir ein wöchentliches oder zweiwöchentliches Analyse-Ritual ein und schaue dir an, welche Publisher konstant gute Ergebnisse liefern und welche eher Budgetverschwendung sind.


Definiere klare Schwellenwerte: Ab wie vielen ausgegebenen Franken ohne Conversion schliesst du einen Publisher aus? Wie viele Conversions muss ein Placement liefern, damit es als "stark" gilt? Je klarer deine Kriterien, desto einfacher wird die laufende Optimierung.


Halte ausserdem im Blick, ob Microsoft diesen Transparenzansatz weiter ausbaut. Es ist gut möglich, dass künftig noch mehr Datenpunkte auf Placement-Ebene verfügbar werden, was die Steuerungsmöglichkeiten weiter verbessern würde.


Fazit

Microsoft Advertising macht Performance Max mit diesem Update deutlich benutzerfreundlicher und nachvollziehbarer. Conversion- und Ausgabedaten auf Placement-Ebene sind genau das, was viele Werbetreibende lange vermisst haben. Nutze diese neuen Möglichkeiten aktiv, um dein Budget gezielter einzusetzen.


Quelle: Searchengineland.com

Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


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