Lisa-Marie Unger • 30. Juli 2026

Merchant Center - Google streicht das Next

Kleine Namensänderung, grosse Vertrautheit: Google streicht das Next aus Merchant Center Next. Die Plattform, über die du deine Produktdaten für Google verwaltest, heisst nun wieder schlicht Google Merchant Center. Für dein Konto ändert sich nichts. Wir erklären, was dahintersteckt.


Was sich geändert hat

Google hat das Zusatzwort "Next" aus dem Namen "Merchant Center Next" entfernt. Die Plattform trägt damit wieder ihren ursprünglichen Namen: Google Merchant Center. Laut Google wird das Tool, das du heute nutzt, künftig einfach als Google Merchant Center bezeichnet.


Die Umbenennung zieht sich durch alle Bereiche. Das "Next" verschwindet nach und nach aus den Hilfeartikeln, aus den E-Mails von Google und aus der Oberfläche des Merchant Center selbst. Wichtig für dich: Es handelt sich um eine reine Namensänderung. An deinem Konto ändert sich dadurch nichts, und du musst nichts unternehmen.

Hände, die neben einem Laptop ein Tablet bedienen, überlagert von einer Lupe und Einkaufssymbolen

Kurz erklärt: Wozu dient das Merchant Center?

Wenn du Produkte online verkaufst, ist das Google Merchant Center deine zentrale Schaltstelle zu Google. Dort hinterlegst du deine Produktdaten, den sogenannten Produktfeed, mit Angaben wie Titel, Beschreibung, Preis, Verfügbarkeit und Bild.


Diese Daten sind die Grundlage dafür, dass deine Produkte an verschiedenen Stellen bei Google auftauchen können, etwa in den kostenlosen Produkteinträgen, in Shopping-Anzeigen oder in Performance-Max-Kampagnen. Zunehmend spielen diese Feeds auch dort eine Rolle, wo Google Einkaufserlebnisse mit KI anreichert. Kurz gesagt: Ohne gepflegtes Merchant Center bleiben deine Produkte in der Google-Welt weitgehend unsichtbar.


Das Prinzip dahinter ist einfach, aber wirkungsvoll. Google gleicht die Angaben aus deinem Feed laufend mit den Informationen auf deiner Website ab. Stimmen Preis, Verfügbarkeit und Beschreibung überein, ist alles gut. Weichen sie voneinander ab, kann Google einzelne Produkte ablehnen oder im schlimmsten Fall das gesamte Konto einschränken. Das Merchant Center ist damit weit mehr als ein technisches Detail: Es entscheidet mit darüber, ob potenzielle Kunden deine Produkte überhaupt zu sehen bekommen, und das gilt für bezahlte wie für kostenlose Platzierungen gleichermassen.


Ein kurzer Rückblick auf die Next-Geschichte

Um die Namensänderung einzuordnen, hilft ein Blick zurück. Google Merchant Center Next wurde 2023 als neue Version des alten Merchant Center vorgestellt. Es sollte die Verwaltung von Produktdaten einfacher und moderner machen.


In den folgenden Jahren wechselten immer mehr Händler, Website-Betreiber und Werbetreibende vom alten Merchant Center auf die neue Variante. Inzwischen sind praktisch alle auf Merchant Center Next unterwegs. Genau deshalb ergibt der Zusatz "Next" keinen Sinn mehr: Wenn es nur noch eine Version gibt, braucht sie kein unterscheidendes Anhängsel. Google gibt der Plattform also schlicht ihren alten, kürzeren Namen zurück.


Was das für dich konkret bedeutet

Zunächst einmal wenig. Dein Konto, deine Feeds und deine Kampagnen laufen unverändert weiter. Es gibt keine neuen Einstellungen, keine Migration und keine Frist, die du beachten müsstest. Das ist die gute Nachricht.


In der Praxis betrifft dich die Änderung vor allem sprachlich. Wenn du intern, gegenüber Kunden oder in Anleitungen über das Tool sprichst, kannst du das "Next" nun weglassen. Ehrlich gesagt haben die meisten ohnehin nur von Google Merchant Center gesprochen. Insofern holt der offizielle Name jetzt einfach den alltäglichen Sprachgebrauch ein.


Warum eine Umbenennung trotzdem eine Meldung wert ist

Auf den ersten Blick ist das eine Randnotiz. Doch die Umbenennung ist auch ein Signal: Google betrachtet den Übergang vom alten zum neuen Merchant Center als abgeschlossen. Die Zeit, in der zwei Versionen nebeneinander existierten und Verwirrung stifteten, ist vorbei.


Für dich bedeutet das ein Stück Klarheit. Alte Anleitungen, Screenshots oder Notizen, die noch zwischen den beiden Versionen unterscheiden, kannst du getrost aktualisieren. Und wenn du künftig auf Hilfeartikel oder Schulungsunterlagen stösst, die noch von "Next" sprechen, weisst du, dass schlicht dieselbe Plattform gemeint ist.


So nutzt du die Gelegenheit

Auch wenn die Namensänderung selbst keine Handlung verlangt, ist sie ein guter Anlass, dein Merchant Center einmal bewusst durchzusehen. Ist dein Produktfeed vollständig und aktuell? Stimmen Preise und Verfügbarkeiten mit deinem Shop überein? Gibt es Produkte, die wegen Datenfehlern abgelehnt werden?


Gerade bei kleineren Onlineshops schleichen sich hier mit der Zeit Fehler ein, die Sichtbarkeit und Umsatz kosten. Ein sauberer Feed ist die Basis für gute Shopping-Anzeigen und kostenlose Einträge. Die Meldung zur Umbenennung ist damit vor allem eine willkommene Erinnerung, diesem oft unterschätzten Tool wieder etwas Aufmerksamkeit zu schenken.


Ein paar Punkte lohnen sich beim Durchsehen besonders. Prüfe, ob es abgelehnte Produkte gibt und aus welchem Grund sie beanstandet wurden, denn oft steckt nur eine fehlende Angabe oder ein veralteter Preis dahinter. Kontrolliere, ob deine Produkttitel klar und suchfreundlich formuliert sind, da sie stark beeinflussen, bei welchen Suchanfragen deine Artikel erscheinen. Achte darauf, dass Bilder aktuell und von guter Qualität sind, und stelle sicher, dass Lagerbestände korrekt übermittelt werden, damit du nicht für ausverkaufte Produkte wirbst. Schon eine solche kurze Routine, ein- oder zweimal im Quartal durchgeführt, hält deinen Feed gesund und dein Werbebudget effizient.

Du möchtest sicherstellen, dass dein Merchant Center und deine Produktfeeds sauber eingerichtet sind?

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Fazit

Google streicht das "Next" aus Merchant Center Next, und die Plattform heisst wieder Google Merchant Center. Funktional ändert sich nichts, dein Konto bleibt unberührt, und Handlungsbedarf besteht keiner. Es ist eine reine Aufräumaktion beim Namen.


Der eigentliche Wert der Meldung liegt darin, was sie signalisiert: Der lange Umstieg auf die neue Version ist abgeschlossen, und die Sprache rund um das Tool wird wieder einfacher. Nutze den Moment, um einen Blick auf deinen Produktfeed zu werfen. Wenn du deine Produkte bei Google optimal ausspielen willst, unterstützen wir dich gern bei Einrichtung und Pflege deines Merchant Center.



Quelle: Searchengineland.com

Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


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