Lisa-Marie Unger • 14. Juli 2026

Google Trends - Neuer Vergleich mit Vorperiode

Google Trends kann neu auf Knopfdruck die Entwicklung eines Suchbegriffs mit der vorherigen Vergleichsperiode gegenüberstellen. So erkennst du auf einen Blick, ob das Interesse an einem Thema steigt oder fällt. Wir zeigen dir, wie die neue Funktion arbeitet und wofür du sie nutzen kannst.

Was Google Trends neu kann

Google Trends ist seit Jahren ein beliebtes und kostenloses Werkzeug, um die Entwicklung des Suchinteresses zu bestimmten Begriffen und Themen zu verfolgen. Neu lässt sich dort mit wenigen Klicks eine zusätzliche Linie in das Diagramm einblenden, die den Vergleich mit der vorherigen Zeitperiode zeigt.


Konkret kannst du sehen, wie sich das Suchinteresse an einem Thema im Vergleich zum identischen Zeitraum davor entwickelt hat. Google hat die Neuerung auf LinkedIn angekündigt und betont, dass sich die Veränderung eines Trends nun direkt in Google Trends mit den vorangehenden Perioden vergleichen lässt.

Infografik über KI-Suchzusammenfassungen, mit einer Modelldarstellung von Suchergebnissen auf einem Smartphone auf einem Schreibtisch

So funktioniert der Vorperioden-Vergleich

Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten. Du öffnest Google Trends und gibst wie gewohnt einen Suchbegriff oder ein Thema in das Suchfeld ein. Oberhalb der Zeitachse erscheinen daraufhin neue Schaltflächen, im Original als Chips bezeichnet.


Klickst du auf eine dieser Schaltflächen, legt Google die entsprechende Vergleichslinie über dein Diagramm. So bekommst du sofort einen visuellen Kontext, ohne selbst rechnen oder zwischen verschiedenen Ansichten wechseln zu müssen. Ein einziger Klick genügt, und die historische Vergleichslinie erscheint direkt in deiner Grafik.

Was dir die Prozentwerte verraten

Besonders praktisch: Die neuen Schaltflächen zeigen prozentuale Veränderungen für unterschiedliche Zeiträume an. Dazu gehören der Vergleich von Monat zu Monat, von Woche zu Woche und sogar bestimmte Vergleiche von Jahr zu Jahr.


Damit erkennst du auf einen Blick, ob ein Thema gerade an Fahrt gewinnt oder an Interesse verliert. Ein Anstieg im Jahresvergleich deutet zum Beispiel auf einen längerfristigen Trend hin, während ein Sprung im Wochenvergleich eher auf ein kurzfristiges, aktuelles Ereignis zurückgeht. Diese Unterscheidung ist Gold wert, wenn du entscheiden musst, ob sich ein Thema für deinen Content lohnt.

Warum das für dein Marketing nützlich ist

Google Trends liefert wertvolle Daten für dein Content- und Marketing-Team. Wer weiss, welche Themen und Suchbegriffe gerade gefragt sind, kann seine Inhalte gezielter planen und zur richtigen Zeit veröffentlichen.


Die neue Vergleichsfunktion hebt diesen Nutzen auf eine höhere Ebene. Statt nur den aktuellen Verlauf zu sehen, bekommst du mehr historische Perspektive. Du kannst saisonale Muster leichter erkennen und beurteilen, ob ein aktueller Ausschlag wirklich aussergewöhnlich ist oder einfach dem üblichen Jahresrhythmus folgt.


Gerade bei der Redaktionsplanung ist das ein grosser Vorteil. Wenn du siehst, dass die Nachfrage nach einem Thema jedes Jahr im gleichen Monat anzieht, kannst du deine Inhalte rechtzeitig vorbereiten und genau dann ausspielen, wenn das Interesse am grössten ist.

Konkrete Anwendungsfälle

Ein paar Beispiele zeigen, wie du die Funktion im Alltag einsetzen kannst. Bei der saisonalen Planung erkennt etwa ein Gartencenter, dass die Suche nach Grillzubehör jedes Jahr im Frühling stark ansteigt, und zieht seine Kampagnen entsprechend vor.


Für die Trendbeobachtung prüft ein Online-Shop, ob ein Produkt nur kurzfristig gehyped wird oder ob das Interesse über die Monate hinweg stabil wächst. Bei der Content-Strategie vergleicht ein Dienstleister das Suchinteresse an verschiedenen Themen und priorisiert jene, die im Jahresvergleich deutlich zulegen. Und bei der Erfolgskontrolle beobachtet ein Unternehmen, ob eine grössere Marketingaktion messbar mehr Suchen nach der eigenen Marke ausgelöst hat.

Die Grenzen von Google Trends

So nützlich das Tool ist, du solltest seine Grenzen kennen. Google Trends zeigt keine absoluten Suchvolumen, sondern relative Werte auf einer Skala von 0 bis 100. Du erfährst also, wie sich das Interesse verhält, nicht aber, wie viele Menschen tatsächlich gesucht haben.


Für konkrete Zahlen zu Suchvolumen und Wettbewerb brauchst du weiterhin spezialisierte Keyword-Tools. Google Trends eignet sich deshalb am besten als Frühwarnsystem und als Ergänzung, um Themen und Entwicklungen früh zu erkennen. Erst die Kombination aus Trends und detaillierten Keyword-Daten liefert dir das vollständige Bild.

So machst du mehr aus den Trend-Daten

Damit die neue Funktion ihren vollen Wert entfaltet, solltest du sie nicht isoliert betrachten. Am meisten holst du heraus, wenn du die Trend-Daten mit deinen eigenen Zahlen verknüpfst. Vergleiche die Verläufe aus Google Trends zum Beispiel mit den Daten aus der Google Search Console. So siehst du, ob ein steigendes allgemeines Interesse auch bei deiner Website ankommt oder ob dir hier Sichtbarkeit entgeht.


Ebenso lohnt sich der Blick auf mehrere Begriffe gleichzeitig. Statt nur ein einzelnes Keyword zu prüfen, kannst du verwandte Themen nebeneinanderstellen und erkennen, welches Thema sich im Vorperioden-Vergleich am stärksten entwickelt. Genau dort setzt du dann mit neuen Inhalten oder Kampagnen an.



Und schliesslich hilft dir der historische Vergleich, unnötige Fehlschlüsse zu vermeiden. Ein scheinbar starker Anstieg wirkt oft weniger dramatisch, sobald du ihn dem gleichen Zeitraum des Vorjahres gegenüberstellst. So triffst du fundiertere Entscheidungen und investierst dein Budget in Themen, die tatsächlich Wachstum versprechen, statt in kurzlebige Ausschläge.

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Unsere Einschätzung

Die neue Vergleichsfunktion ist eine kleine, aber feine Verbesserung, die den Alltag im Marketing spürbar erleichtert. Sie macht aus Google Trends ein noch handlicheres Werkzeug für alle, die datenbasiert planen wollen, und das ganz ohne zusätzliche Kosten.


Unser Tipp: Baue Google Trends fest in deinen Planungsprozess ein und kombiniere die Erkenntnisse mit deinen übrigen SEO- und Kampagnendaten. So triffst du Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus, sondern auf Basis echter Nachfrage.


Quelle: Searchengineland.com

Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


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