Lisa-Marie Unger • Aktualisiert am 15. Oktober 2026
Fotos im Google Business Profile: Nutzen und Grenzen
Ein Foto kann Menschen zeigen, wo der Eingang liegt, welche Speisen ein Restaurant tatsächlich anbietet oder wie ein Produkt aussieht. Google kündigte im Oktober 2023 für bestimmte Länder eine stärker fotoorientierte Suche in Maps an. Diese damalige Ansicht und die heutige Profilpflege sind zwei Dinge: Du kannst passende eigene Fotos hochladen, aber nicht bestimmen, welches Motiv Google bei jeder Suche zuerst zeigt. Ein Bild ist Information für Besucher, kein Versprechen für einen bestimmten Maps-Rang.
Wenn du noch keinen berechtigten Profileintrag verwaltest, beginne mit Google Business Profile erstellen und pflegen. Die lokale Suchaufgabe ordnet Local SEO ein.
Was Google 2023 für Maps ankündigte
Im Google-Blog vom 26. Oktober 2023 wird eine Suchansicht beschrieben, die bei manchen Fragen zunächst passende Fotos von Orten zeigt. Google analysiert dafür Community-Bilder und weitere Informationen. Der Start wurde damals für Frankreich, Deutschland, Japan, Grossbritannien und die USA genannt; eine spätere Ausweitung war geplant. Daraus folgt kein belegter einheitlicher Bildschirm für alle Schweizer Unternehmen im Jahr 2026.
Der Nutzer sucht nach einem Ort oder einer Tätigkeit und kann über ein interessantes Foto mehr zum Profil erfahren. Für den Betrieb zählt: Bilder sollen eine reale Frage beantworten und zum tatsächlichen Unternehmen gehören. Welche Oberfläche für eine bestimmte Person ausgeliefert wird, prüfst du nur an der konkreten Anfrage und Region.
Welche Fotos dem Profil helfen
Google empfiehlt echte, scharfe, gut beleuchtete und nicht stark veränderte Bilder. Ein Aussenfoto kann den Eingang erkennbar machen, ein Innenfoto Räumlichkeiten zeigen, ein Produktfoto das tatsächlich erhältliche Sortiment. Bilder einer Leistung sollten nicht vortäuschen, dass ein Geschäft oder eine Ausstattung vorhanden ist, die es nicht gibt. Wähle ein Motiv nach dem Informationsbedarf der Kundschaft, nicht nach einer pauschalen Fotozahl.
Logo und Titelbild erfüllen andere Aufgaben als eine Aufnahme vom Eingang. Selbst wenn du ein Titelbild auswählst, entscheidet Google über die sichtbare Reihenfolge in Suche und Maps. Vergleiche die öffentlich ausgelieferte Profilansicht mit den gespeicherten Fotos; ein erfolgreicher Upload allein ist noch kein Beleg für die erste Position des Bildes.
Eigene Bilder und Community-Bilder unterscheiden
Profilfoto
Community-Foto
Google-Auswahl
Profilfoto
Community-Foto
Google-Auswahl
Neben vom Unternehmen hochgeladenen Fotos können Beiträge aus der Maps-Community zur Darstellung eines Ortes beitragen. Google erklärt in der damaligen Ankündigung, dass seine visuellen Ergebnisse auf der Analyse vieler Community-Fotos beruhen. Das Unternehmen kann diese Auswahl nicht wie eine eigene Werbegrafik vollständig steuern.
Bitte Kunden nur neutral um eine ehrliche Erfahrung, wenn du um Rezensionen bittest. Selektive Aufforderungen zu positiven Bewertungen, Anreize oder Druck vor Ort verbietet Googles Richtlinie. Das gilt unabhängig davon, ob jemand seinem Beitrag ein Foto beifügt. Eine Bewertung soll nicht nach gewünschtem Sternwert oder Bildinhalt gelenkt werden.
Bilder prüfen statt Positionen versprechen
Kontrolliere regelmässig, ob wichtige Profilfotos den Betrieb noch richtig darstellen. Nach einem Umzug gehört ein altes Aussenfoto nicht mehr als Wegbeschreibung zur aktuellen Adresse. Ändert sich das Sortiment oder wird ein Raum umgebaut, aktualisiere die passenden Motive. Ist ein Bild nicht mehr zutreffend, prüfe den korrekten Bearbeitungsweg im berechtigten Profil.
Für lokale Profilergebnisse nennt Google Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Aus der Position eines Fotos in einer einzelnen Maps-Ansicht lässt sich nicht seine Rankingwirkung errechnen. Ein Foto kann die Entscheidung einer Person unterstützen, aber weder einen Besuch noch einen Kauf beweisen. Messe öffentliche Darstellung und tatsächlich vorhandene Profilinteraktionen getrennt.
Häufige Fragen
Werden meine hochgeladenen Fotos immer zuerst angezeigt?
Nein. Google entscheidet, welche Bilder für eine konkrete Ansicht relevant sind. Ein ausgewähltes Titelbild ist keine Garantie für die erste Fotoposition in jeder Suche.
Gab es die «photo-first»-Ansicht damals in der Schweiz?
Google nannte im Oktober 2023 für den Start fünf andere Länder. Ein damaliger Rollout in der Schweiz ist damit nicht belegt; die aktuelle Ansicht prüfst du am tatsächlichen Gerät und Standort.
Kann ich Kunden um Fotos in positiven Rezensionen bitten?
Bitte nicht gezielt nur zufriedene Kunden um positive Bewertungen oder bestimmte Inhalte. Googles Richtlinien verlangen eine freie, echte Erfahrung ohne Anreiz, Druck oder Inhaltsvorgabe.
Verbessern mehr Fotos automatisch meinen Maps-Rang?
Google nennt keine feste Fotomenge als Rangformel. Nützliche, wahrheitsgemässe Bilder gehören zu einem gepflegten Profil; der lokale Rang hängt von mehreren Faktoren ab.
Weiterlesen
- Google: Fotos und Videos im Unternehmensprofil: heutiger Bildweg.
- Google: Maps-Ankündigung 2023: damaliger visueller Suchtest und Länder.
- Google Business Profile erstellen und pflegen: Profilgrundlagen.
Über die Autorin

Lisa-Marie Unger
Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


