Lisa-Marie Unger • 3. Oktober 2023

Wichtige On-Page-SEO-Elemente

netpulse Wissen · Veröffentlicht am 3. Oktober 2023 · Aktualisiert am 24. September 2026

Wie die Seitenelemente zusammenwirken

Bevor du die Länge eines Textes beurteilst, lohnt sich der Blick auf die ganze Seite. On-Page-SEO besteht nicht darin, möglichst viele Elemente abzuhaken. Entscheidend ist, ob sie gemeinsam klar machen, worum es auf der Seite geht und ob sie einer suchenden Person den Einstieg liefern, den sie erwartet.


Der Seitentitel benennt das Thema für Suchmaschinen und für Menschen in den Suchergebnissen. Er hilft dabei, die Seite von ähnlichen Ergebnissen zu unterscheiden. Die Meta-Beschreibung gibt einen kurzen Einblick in den Nutzen des Inhalts und schafft eine realistische Erwartung an die Seite. Beide Elemente führen zur Seite, sie ersetzen ihren Inhalt aber nicht.

Ein Laptop zeigt eine fertig aufgebaute Seite aus Kopfbereich, Überschrift, Bildblock und Textspalten, daneben ein gedruckter Aufbauplan derselben Seite mit markierten Kästen: die einzelnen Seitenelemente ergeben zusammen einen geplanten Leserweg.

Überschriften gliedern den Inhalt. Sie helfen dir, ein Thema nachvollziehbar aufzubauen, und sie helfen Leserinnen und Lesern, schnell zu den für sie wichtigen Abschnitten zu finden. Der Inhalt selbst liefert die Antwort: Er sollte das Thema verständlich erklären, sinnvolle Beispiele geben und keine Fragen offenlassen, die für die jeweilige Seite zentral sind. Eine klare Reihenfolge der Abschnitte macht den Weg durch den Text ebenso nachvollziehbar wie die einzelnen Überschriften.


Bilder können einen Sachverhalt erläutern und den Text besser zugänglich machen. Sie brauchen einen erkennbaren Bezug zum Inhalt und dürfen nicht nur Platz füllen. Auch die URL und die interne Verlinkung erfüllen eine Aufgabe: Eine kurze, beschreibende Adresse erleichtert die Orientierung. Interne Links verbinden die Seite mit passenden Vertiefungen und führen Leserinnen und Leser weiter, wenn sie einen einzelnen Aspekt genauer verstehen möchten.

Drei Stationen von links nach rechts: ein Suchergebnis aus Titelzeile und zwei Beschreibungszeilen, eine Seite mit Überschriften, Textblöcken und einem eingebetteten Bild, und eine Adresszeile, von der dünne Linien zu drei verbundenen Seiten führen.

Titel und Beschreibung

Überschriften und Inhalt

URL und interne Links

Beim Prüfen einer Seite hilft es, die Elemente als zusammenhängenden Leserweg zu betrachten. Passt der Seitentitel zum Inhalt? Führt die Beschreibung zu dem, was die Seite tatsächlich liefert? Sind Überschriften, Bilder und Links so gesetzt, dass sie die Erklärung unterstützen? Wenn diese Fragen mit Ja beantwortet sind, entsteht nicht einfach eine technisch optimierte Seite, sondern eine Seite, die sich für Menschen nachvollziehbar erschliesst.


Diese Elemente wirken nicht unabhängig voneinander. Sie müssen auf dasselbe Leserbedürfnis ausgerichtet sein. Wer eine Seite öffnet, erwartet eine Antwort, die zum Thema des Seitentitels passt und im Inhalt eingelöst wird. Die Themenwahl und die Recherche dazu passieren vor der Gestaltung dieser Seite. Hier geht es darum, einen bereits festgelegten Themenrahmen so auszugestalten, dass er klar, nützlich und gut lesbar ist.


Willst du ein einzelnes Element vertiefen, findest du es hier: Aufbau, Länge und typische Fehler von Seitentiteln erklärt On-page SEO: das Geheimnis passender Title Tags, ergänzt um den SEO-Titel-Guide. Wie du eine Meta-Beschreibung formulierst, die zum Klicken einlädt, zeigt dir der Beitrag Erfolgreiche Metabeschreibungen verfassen; die Begriffe dazu stehen im Glossar unter Meta Description und Meta Tags. Für die Gliederung mit Überschriften führt der Weg zu Header Tags. Welche Begriffe eine Seite überhaupt abdecken soll, klärst du davor im Guide zur Keyword-Recherche.


Die Wortanzahl hat in diesem Zusammenhang nur eine nachgeordnete Rolle. Sie kann ein Hinweis darauf sein, ob ein Thema genug Raum bekommen hat. Sie ist aber kein Ziel an sich. Ein kurzer Text kann eine Frage vollständig beantworten, während ein längerer Text am Thema vorbeischreiben kann. Qualität, Relevanz und eine klare Orientierung sind deshalb wichtiger als eine feste Wortzahl. Der folgende Abschnitt ordnet genau diese Frage ein.

Wortanzahl richtig einordnen

Die Wortanzahl ist nur dann hilfreich, wenn sie aus dem Leserbedarf folgt. Sie ersetzt weder eine klare Seitenstruktur noch eine vollständige Antwort. Im folgenden Abschnitt siehst du, warum eine feste Mindestzahl kein Qualitätsnachweis ist.

Viele stellen sich regelmässig die Frage, welche Wortanzahl für SEO am besten ist. Es ist eine berechtigte Frage, denn Suchmaschinen berücksichtigen verschiedene Faktoren bei der Entscheidung, welche Inhalte in den Suchergebnissen gerankt werden. Warum sollte die Wortanzahl nicht einer dieser Faktoren sein?


Deshalb machen sich Content-Ersteller:innen Gedanken über die Länge ihrer Inhalte. Fragen wie "Sollte ich immer die gleiche Anzahl von Wörtern in jedem Beitrag verwenden?" kommen häufig auf.

Hände legen zwei Ausdrucke derselben Seite nebeneinander, links eine kurze Fassung mit wenigen abgehakten Zeilen, rechts eine lange, dicht gefüllte Fassung: entscheidend ist die Antwort auf die Leserfrage, nicht die Wortanzahl.

Überraschung: Die Wortanzahl ist kein direkter Ranking-Faktor. Es spielt keine Rolle, wie viele Wörter ein bestimmter Inhalt hat. Das hat Google klargestellt. Warum ist das so? Und was ist wichtiger als die Anzahl der Wörter?


Google erklärt, dass es bei der Bewertung von Inhalten auf Qualität und Relevanz ankommt, nicht auf die reine Wortanzahl. Ein längerer Inhalt ist nicht zwangsläufig besser als ein kürzerer. Wichtiger ist es, dass der Inhalt den Nutzer:innen hilfreiche Informationen bietet, ihre Fragen beantwortet und ihre Bedürfnisse erfüllt.


Stattdessen sollten Content-Ersteller:innen ihr Augenmerk darauf legen, hochwertigen und einzigartigen Inhalt zu liefern, der die Bedürfnisse der Zielgruppe anspricht. Dies kann durch umfassende Informationen, nützliche Tipps, relevante Beispiele, visuelle Elemente und andere Inhaltsformate erreicht werden.

Darüber hinaus sind weitere Faktoren wie die Strukturierung des Inhalts, die Verwendung von relevanten Keywords, die Ladezeit der Webseite, die Benutzerfreundlichkeit und die Verlinkung zu anderen vertrauenswürdigen Quellen ebenfalls von Bedeutung.


Es ist wichtig zu beachten, dass die Anzahl der Wörter in einem Text immer noch einen gewissen Einfluss haben kann. Längere Inhalte haben tendenziell mehr Möglichkeiten, relevante Keywords und Informationen einzubinden. Sie können auch dazu beitragen, das Verständnis und die Tiefe des Themas zu verbessern. Jedoch ist dies nicht der entscheidende Faktor für ein gutes Ranking.


Letztendlich geht es bei SEO darum, den Nutzer:innen hochwertige Inhalte bereitzustellen, die ihre Bedürfnisse erfüllen und ihnen einen Mehrwert bieten. Anstatt sich ausschliesslich auf die Wortanzahl zu konzentrieren, sollten Content-Ersteller:innen ihre Energie darauf verwenden, relevante und informative Inhalte zu erstellen, die die Zielgruppe ansprechen und ihnen helfen, ihre Ziele zu erreichen.

Was sind effektive Verbesserungsmöglichkeiten?

Bei den Inhalten sollte man sich immer an der Nutzer:innenabsicht orientieren. Das bedeutet, dass man die Suchbegriffe der Zielgruppe analysiert. Wenn jemand einen Suchbegriff in die Suchleiste eingibt, hat er/sie eine bestimmte Absicht oder eine Frage, die er/sie beantwortet haben möchte. Indem man die relevanten Informationen liefert, nach denen die Nutzer:innen suchen, erhöht man die Wahrscheinlichkeit, dass der eigene Inhalt als relevant und nützlich eingestuft wird.


  • Qualitativ hochwertige Inhalte bereitstellen.
  • Die Inhalte sollten immer gut lesbar sein.
  • Der Inhalt sollte gründlich recherchiert worden sein. Falschaussagen machen sich weniger gut.
Ein Monitor zeigt links eine Ergebnisliste aus drei Einträgen und rechts die geöffnete Seite, eine dünne Linie verbindet den gewählten Eintrag mit der Seite; davor ein Notizblock mit drei abgehakten Zeilen: der Inhalt wird an der Suchabsicht ausgerichtet und danach geprüft.

Wie finde ich die optimale Wortanzahl?

Das unterscheidet sich, je nach Inhalt, den man als SEO-Experte produziert. Es gibt verschiedene Strategien, mit denen man arbeiten kann:


  • Die Konkurrenz analysieren.
  • Die Suchanfragen in Bezug auf das Thema oder Top-Keyword analysieren.


Wenn man feststellt, dass das eigene Wissen grösser ist, als das von Google, kann man hier mit möglichst viel wichtigem Inhalt trumpfen.

Fazit

Das Fazit lautet also: Halte dich nicht zu lange mit der Wortanzahl-Frage auf. Setze in deinen Inhalten auf Relevanz, Qualität und Optimierung. Wer sich daran hält, wird ziemlich sicher Inhalte in einer passenden Länge erstellen.

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Weiterlesen zu den Seitenelementen

Diese Seiten führen die einzelnen Elemente weiter:


Autorin: Lisa-Marie Unger

Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


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