Lisa-Marie Unger • 1. April 2026

Microsoft Ads - Store-Namen und Domains bearbeiten

Wer im E-Commerce mit Microsoft Advertising arbeitet, kennt das Problem: Kaum rebrandet ein Shop oder wechselt die Domain, beginnt ein bürokratisches Prozedere. Bisher war für jede Änderung am Store-Namen oder der hinterlegten URL im Microsoft Merchant Center ein Support-Ticket nötig.


Was sich konkret geändert hat

Ab sofort kannst du Store-Namen und Domain direkt im Microsoft Merchant Center eigenständig anpassen, ohne Umweg über den Support. Das klingt nach einer kleinen technischen Verbesserung, hat in der Praxis aber grosse Auswirkungen auf die operative Flexibilität deiner Kampagnen.



Wichtig zu wissen: Microsoft hat das Feature mit sinnvollen Schutzmechanismen ausgestattet, die Missbrauch verhindern und gleichzeitig die Kontinuität deiner Werbung sicherstellen.

Digitale Illustration von Browserfenstern, in denen eine Warnung „Adblock erkannt“, ein Warenkorb und ein Werbe-Countdown angezeigt werden.

Store-Namen ändern: Editorial Review läuft im Hintergrund

Wenn du den Namen deines Stores anpasst, landet die Änderung zunächst in einem redaktionellen Prüfprozess. Während Microsoft den neuen Namen überprüft, laufen deine Anzeigen einfach weiter, unter dem bisherigen, bereits genehmigten Store-Namen. Für dich bedeutet das: keine Unterbrechung, keine Impressionsverluste, kein Handlungsbedarf auf deiner Seite. Erst wenn der neue Name grünes Licht erhält, wird er live geschaltet.


Das ist besonders relevant für Shops, die ein Rebranding durchführen oder ihren Auftritt auf Microsoft-Plattformen professionalisieren möchten. Du kannst die Änderung einreichen und dich in der Zwischenzeit um andere Dinge kümmern.


Domain wechseln: Verifizierung als Sicherheitsnetz

Etwas aufwendiger, aber ebenfalls vollständig selbstständig durchführbar, ist der Wechsel der hinterlegten Domain. Hier verlangt Microsoft zunächst einen Nachweis, dass du tatsächlich Eigentümerin oder Eigentümer der neuen Domain bist. Solange die Verifizierung läuft, bedient Microsoft deine Anzeigen weiterhin über die alte Domain. Kein Umsatzausfall, keine Kampagnenpause.


Sobald die neue Domain verifiziert und freigegeben ist, musst du allerdings selbst aktiv werden: Die Produkt-URLs in deinem Feed müssen auf die neue Domain aktualisiert werden. Das ist ein manueller Schritt, der nicht vergessen werden darf, sonst zeigen deine Anzeigen nach der Domain-Umstellung ins Leere.


Auch Wiederverwendung von Namen und Domains ist möglich

Microsoft erlaubt es grundsätzlich, einen bereits verwendeten Store-Namen oder eine früher genutzte Domain erneut einzusetzen. Voraussetzung ist dabei wie immer: Der Name muss die redaktionelle Prüfung bestehen, und die Domain muss als dein Eigentum verifiziert sein.


Warum dieses Update für dich relevant ist

Für alle, die aktiv mit Microsoft Ads im E-Commerce arbeiten, ist das ein echter Fortschritt. Rebranding-Projekte, Domain-Migrationen oder schlicht die Korrektur eines veralteten Store-Namens waren bislang unnötig zeitaufwendig. Der Umweg über den Support kostet Zeit und in der Werbewelt ist Zeit gleichbedeutend mit Budget.


Die neue Funktion gibt dir die Kontrolle zurück, ohne dabei auf Qualitätssicherung zu verzichten. Editorial Review und Domain-Verifizierung sind keine Hürden, sondern sinnvolle Mechanismen, die sicherstellen, dass das Microsoft Ads-Ökosystem verlässlich und vertrauenswürdig bleibt, für Werbetreibende und Nutzerinnen gleichermassen.


Unser Fazit

Microsofts Entscheidung, Store-Bearbeitungen in die Hände der Werbetreibenden zu legen, ist ein weiterer Schritt in Richtung Plattformreife. Wer sein Merchant Center bislang wegen fehlender Flexibilität stiefmütterlich behandelt hat, sollte die neue Funktion zum Anlass nehmen, die eigenen Store-Daten zu überprüfen und auf den neuesten Stand zu bringen. Sauber gepflegte Store-Informationen sind, gerade im Shopping-Bereich, ein unterschätzter Hebel für bessere Performance.



Quelle: Searchengineland.com

Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


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