Microsoft Product Explorer - Katalog-Probleme erkennen
Microsoft Ads bringt mit dem Product Explorer ein neues Reporting-Tool, das dir auf einen Blick zeigt, wie gesund dein Produktkatalog wirklich ist. Du erkennst sofort, welche Produkte ausgespielt werden, wo Daten fehlen und welche Artikel deine Kampagnen ausbremsen. Wir zeigen dir, was dahintersteckt.
Warum dein Produktfeed über Erfolg oder Misserfolg entscheidet
Wer im E-Commerce wirbt, kennt das Problem: Je grösser der Produktkatalog, desto schwieriger wird es, den Überblick zu behalten. Welche Produkte sind überhaupt ausspielbar? Welche generieren Impressionen? Und bei welchen fehlen entscheidende Daten, sodass sie gar nicht erst in den Anzeigen auftauchen?
Gerade bei umfangreichen Feeds mit Tausenden von Artikeln verlierst du schnell den Durchblick. Ein einziges fehlendes Attribut kann dazu führen, dass ein ganzer Produktbereich nicht beworben wird, ohne dass du es merkst. Genau hier setzt
Microsoft mit dem neuen Product Explorer an.
Was der Product Explorer kann
Der Product Explorer gibt dir einen zentralen, durchsuchbaren Überblick über deinen gesamten Produktkatalog. Statt dich durch verschiedene Berichte zu klicken, findest du alle relevanten Informationen an einem Ort. Laut Microsoft Product Liaison Navah Hopkins wurde das Tool genau dafür entwickelt: um den Zustand und die Performance deines Katalogs sichtbar zu machen.
Du kannst deine Produkte nach verschiedenen Attributen filtern, darunter:
- SKU zur eindeutigen Identifikation einzelner Artikel
- Titel für die schnelle Suche nach Produktnamen
- GTIN als internationale Artikelnummer
- Produkt-ID für die direkte Zuordnung im Feed
So siehst du auf einen Blick, welche Produkte aktiv sind, welche tatsächlich Anzeigen ausspielen und welche Performance bringen. Das spart dir nicht nur Zeit, sondern hilft dir auch, Probleme frühzeitig zu erkennen.
Probleme erkennen und direkt handeln
Der eigentliche Mehrwert liegt in der Fehlererkennung. Der Product Explorer macht sichtbar, welche Produkte aus welchem Grund nicht ausgespielt werden. Das Tool zeigt dir:
- Eignungsprobleme, also Artikel, die aus technischen oder inhaltlichen Gründen nicht ausspielbar sind
- Lücken in den Metadaten, etwa fehlende Pflichtfelder oder unvollständige Produktinformationen
- Weitere Faktoren, die verhindern, dass ein Produkt überhaupt in den Anzeigen erscheint
Besonders praktisch: Microsoft liefert nicht nur die Diagnose, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen. Du erfährst also nicht nur, dass etwas nicht stimmt, sondern auch, was du dagegen tun kannst. Zusätzlich kannst du gefilterte Produktlisten exportieren und für weitere Analysen nutzen, zum Beispiel um die Daten mit deinem Team oder externen Partnern zu teilen.
Performance-Daten der letzten 30 Tage
Neben der Feed-Diagnose bekommst du auch Performance-Daten auf Produktebene. Microsoft stellt dir dabei die Zahlen der vergangenen 30 Tage zur Verfügung. So erkennst du nicht nur technische Probleme, sondern auch, welche Produkte unterdurchschnittlich laufen.
Diese Kombination ist der entscheidende Punkt: Indem Microsoft Feed-Diagnose und Performance-Reporting in einer einzigen Oberfläche zusammenführt, fällt es dir deutlich leichter, mehr Produkte in einen ausspielbaren Zustand zu bringen und schwache Inventarteile zu identifizieren. Du musst nicht mehr zwischen verschiedenen Tools hin- und herwechseln, sondern arbeitest mit einer konsolidierten Datengrundlage.
Warum das für dich wichtig ist
Produktbasierte Werbung wird zunehmend automatisiert. Damit gewinnt die Qualität des Produktfeeds massiv an Bedeutung. Wenn dein Feed nicht sauber ist, leidet die gesamte Kampagnenreichweite, und du verschenkst Potenzial, ohne es zu merken.
Retail-Werbetreibende legen deshalb immer mehr Wert auf eine hohe Feed-Qualität. Der Product Explorer gibt dir die nötige Transparenz, um genau hier anzusetzen. Sichtbarkeit über Katalogprobleme wirkt sich direkt auf die Reichweite und Performance deiner Kampagnen aus. Wer seinen Feed im Griff hat, holt mehr aus dem gleichen Werbebudget heraus.
Für den Schweizer Markt ist das besonders relevant. Microsoft Advertising spielt im E-Commerce eine ernstzunehmende Rolle, gerade weil über Bing und das Microsoft-Netzwerk eine kaufkräftige Zielgruppe erreicht wird, die Google Ads allein nicht abdeckt. Ein gepflegter Produktkatalog ist hier oft der unterschätzte Hebel für mehr Conversions.
Ab wann ist das Tool verfügbar?
Die gute Nachricht: Du musst nicht lange warten. Laut Navah Hopkins sollte der Product Explorer bereits in den Konten verfügbar sein. Es lohnt sich also, gleich in dein Microsoft-Ads-Konto zu schauen und das Tool auszuprobieren.
So nutzt du den Product Explorer optimal
Damit du das Maximum aus dem neuen Tool herausholst, empfehlen wir dir folgendes Vorgehen:
- Verschaffe dir einen Überblick. Filtere deinen Katalog zuerst nach ausspielbaren und nicht ausspielbaren Produkten, um den Handlungsbedarf einzuschätzen.
- Priorisiere die Fehler. Konzentriere dich zuerst auf Produkte mit hohem Umsatzpotenzial, bei denen Eignungsprobleme oder Metadaten-Lücken bestehen.
- Setze die Empfehlungen um. Arbeite die vorgeschlagenen Massnahmen systematisch ab und kontrolliere danach, ob die Produkte wieder ausgespielt werden.
- Beobachte die Performance. Nutze die 30-Tage-Daten, um schwache Produkte zu erkennen und deine Gebote oder Produktdaten gezielt anzupassen.
- Wiederhole den Prozess regelmässig. Feed-Qualität ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein laufender Prozess.
Fazit
Mit dem Product Explorer macht Microsoft einen sinnvollen Schritt, um Werbetreibenden die Arbeit mit Produktfeeds zu erleichtern. Die Kombination aus durchsuchbarem Katalog-Reporting, Fehlererkennung, Performance-Daten und konkreten Handlungsempfehlungen spart dir Zeit und sorgt dafür, dass mehr deiner Produkte tatsächlich beworben werden. Für alle, die im E-Commerce auf Microsoft Advertising setzen, ist das ein echter Gewinn.
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Quelle: Searchengineland.com
Über die Autorin

Lisa-Marie Unger
Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.



