KI-gestützte Video-Werbung - 5 Best Practices
Fast 90% der Advertiser nutzen bereits generative KI für Video-Ads. Doch die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie du KI einsetzt, um wirklich bessere Ergebnisse zu erzielen. In diesem Beitrag möchten wir die die Best Practices für deine Kampagnen zeigen.
Die neue Realität im Video-PPC
Videos verarbeitet unser Gehirn deutlich schneller als Text, was Video-Ads besonders effektiv macht. Gleichzeitig sinken die Produktionskosten durch KI dramatisch. Doch Adoption allein bedeutet keine Performance. Der Unterschied zwischen erfolgreichen und gescheiterten Kampagnen, besonders auf Google Ads und YouTube, liegt nicht mehr in manuellen Bidding-Taktiken. Er liegt darin, wer dem Algorithmus die stärksten Inputs liefert.
Advertiser, die noch versuchen, jedes Placement manuell zu kontrollieren, arbeiten gegen Systeme, die Millionen Signale pro Sekunde verarbeiten. Hier sind fünf entscheidende Best Practices, um KI in Video-PPC-Kampagnen optimal zu nutzen.
1. Baue modulare Assets statt perfekter Videos
Vergiss den klassischen TV-Workflow: Skript schreiben, drehen, schneiden, polieren und ein einziges "perfektes" 30-Sekunden-Video hochladen. In der Performance Max Ära ist dieser Ansatz ein Nachteil.
KI-gesteuerte Kampagnentypen sind nicht für ein fertiges Video konzipiert. Sie performen am besten, wenn sie eine Bibliothek von Assets erhalten, die sie dynamisch zusammensetzen können, basierend auf Gerät, Intent und Nutzerverhalten.
Statt eines einzelnen Videos brauchst du Bausteine:
Der Hook: Drei bis fünf verschiedene sechssekündige Eröffnungsclips, visual-first, text-lastig und im UGC-Stil.
Der Mittelteil: Mehrere 15-Sekunden-Segmente, die verschiedene Botschaften oder Produktvorteile zeigen.
Der Call-to-Action: Zwei bis drei verschiedene Schluss-Varianten mit unterschiedlichen CTA-Formulierungen.
Die KI testet und kombiniert diese Assets automatisch, um herauszufinden, welche Kombination für welches Publikum am besten funktioniert.
2. Orchestriere Intent aktiv
Viele Advertiser verlassen sich darauf, dass KI die richtigen Zielgruppen findet. Das führt oft zu minderwertigen Placements, etwa Kinderkanälen oder versehentlichen Klicks in Mobile Apps. Du musst Intent aktiv steuern.
Negative Keywords sind entscheidend: In einer KI-gesteuerten Umgebung ist es oft mächtiger, dem System zu sagen, wen es nicht erreichen soll, als anzugeben, wen es erreichen soll.
First-Party-Daten als Seed nutzen: Lade hochwertige Kundenlisten hoch und markiere sie als primäre Signale. Das pusht die KI, Nutzer zu finden, die deinen Top-Kunden ähneln, nicht nur kürzliche Website-Besucher.
Passive Auslieferung reicht nicht. Du musst die Parameter setzen, innerhalb derer die KI arbeiten soll.
3. Füttere die KI mit starken Conversion-Signalen
Der grösste Fehler: Der KI schwache Conversion-Signale zu geben. Wenn eine Video-Kampagne auf "Maximize conversions" optimiert ist und die Conversion bei einem generischen Seitenaufruf oder einer unqualifizierten Lead-Einreichung feuert, wird die KI aggressiv nach mehr Nutzern suchen, die klicken und abspringen.
Das Ergebnis: verschwendetes Budget für wertlose Interaktionen.
Definiere stattdessen tiefe Funnel-Aktionen als Conversions: Käufe, qualifizierte Leads, Anmeldungen mit echtem Wert. Je präziser deine Conversion-Definition, desto besser kann die KI lernen, welche Nutzer wirklich wertvoll sind.
4. Verstehe deine neue Rolle als Architekt
Die Rolle des PPC-Managers hat sich fundamental verändert. Du bist nicht mehr der Pilot, der ständig Gebote anpasst. Du bist der Architekt, der die Umgebung gestaltet, in der KI-Systeme operieren.
2026 gehört der Vorteil Teams, die kreative Inputs und Datenqualität priorisieren. Modulare Assets bauen, Signale eng managen und der KI den richtigen Rahmen geben. Das macht KI-gestützte Video-Werbung zu einem der skalierbarsten Hebel im Marketing-Stack.
KI-gesteuerte Video-Kampagnen wie traditionelle Display-Kampagnen zu behandeln, trainiert das System nur, Budget mit minimalem messbarem Return auszugeben.
5. Starte mit einem Signal-Audit
Bevor du mit KI-Video-Werbung durchstartest, audite deine Signale. Verstehe, worauf deine Kampagnen wirklich optimiert sind. Optimierst du auf tiefe Funnel-Aktionen wie Käufe oder qualifizierte Leads? Oder nur auf Vanity-Metriken?
Als Nächstes: Modularisiere deine Kreativen. Identifiziere ein top-performendes Static Image und nutze einen KI-Video-Generator, um daraus einen sechssekündigen Bumper zu machen, der getestet und über Video-Placements skaliert werden kann.
Fazit
Die Zukunft von Video-PPC gehört nicht denen, die am meisten manuell steuern, sondern denen, die der KI die besten Inputs liefern, modulare Assets, klare Intent-Steuerung und präzise Conversion-Signale.
Quelle: Searchengineland.com
Über die Autorin

Lisa-Marie Unger
Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.



