Lisa-Marie Unger • 19. Januar 2026

Google Tests - Video-Limits in Performance Max

Google experimentiert mit einer deutlichen Erhöhung der Video-Asset-Limits in Performance Max-Kampagnen. Statt bisher fünf Videos könnten Werbetreibende künftig bis zu 15 Videos pro Asset-Gruppe hochladen. Eine Änderung, die für mehr Flexibilität ohne Kampagnenfragmentierung sorgen könnte.

Erste Berichte aus der Advertising-Community deuten darauf hin, dass Google die Anzahl der erlaubten Video-Assets pro Asset-Gruppe in Performance Max-Kampagnen erhöht. Die bisherige Grenze von fünf Videos könnte auf bis zu 15 Videos ansteigen. Diese scheinbar kleine Änderung könnte für deine Kampagnenstrategie weitreichende Auswirkungen haben.


Warum ist diese Änderung wichtig?

Video-Content spielt eine zunehmend zentrale Rolle für die Performance von Performance Max-Kampagnen. Das bisherige Limit von fünf Videos hat viele Werbetreibende jedoch vor schwierige Entscheidungen gestellt. Du musstest zwischen verschiedenen Formaten oder Seitenverhältnissen wählen, was die Abdeckung über YouTube, Discover und andere Placements einschränkte.



Mit dem aktuellen Fünf-Video-Limit stehst du oft vor einem Dilemma: Deckst du alle wichtigen Seitenverhältnisse ab oder testest du verschiedene kreative Ansätze? Beides gleichzeitig war bisher kaum möglich, ohne die Kampagnenstruktur unnötig zu verkomplizieren.

Person, die mit einer Kamera auf einem Stativ ein Video auf einem Laptop filmt; lila, blau, weiß.

Was ändert sich konkret?

Mit bis zu 15 Videos pro Asset-Gruppe erhältst du deutlich mehr Spielraum. Du könntest mehrere kreative Varianten hochladen und gleichzeitig alle drei wichtigen Video-Seitenverhältnisse abdecken. Das bedeutet weniger Notwendigkeit, Kampagnen zu fragmentieren oder Asset-Gruppen nur deshalb zu duplizieren, um unterschiedliche Video-Formate unterzubringen.


Diese Flexibilität eröffnet dir neue Möglichkeiten beim Creative Testing. Du kannst verschiedene Botschaften, Stile und Längen innerhalb derselben Asset-Gruppe testen, ohne dass die Kampagnenstruktur darunter leidet. Das macht die Verwaltung einfacher und die Insights aussagekräftiger.


Welche praktischen Vorteile ergeben sich?

Die Erhöhung des Video-Limits würde die Konsolidierung für Marken erleichtern, die mehrere Video-Varianten nutzen. Du könntest dein Creative Testing verbessern, ohne dabei Reichweite oder strukturelle Einfachheit zu opfern.


Stell dir vor, du hast verschiedene Produktvarianten, Zielgruppen-Ansprachen oder saisonale Botschaften. Mit 15 Video-Slots kannst du all diese Ansätze in einer einzigen Asset-Gruppe abbilden, statt mehrere parallele Strukturen aufbauen zu müssen. Das spart nicht nur Verwaltungsaufwand, sondern macht auch die Performance-Analyse deutlich übersichtlicher.


Alle wichtigen Formate abdecken

Ein besonderer Vorteil liegt in der Möglichkeit, alle relevanten Video-Formate gleichzeitig zu nutzen. YouTube Shorts, klassische Landscape-Videos und quadratische Formate für Social Placements – mit 15 Video-Slots kannst du für jeden Placement-Typ optimierte Creatives bereitstellen.

Das bedeutet: Der Performance Max-Algorithmus hat für jede Situation das passende Video zur Verfügung und muss nicht auf suboptimale Formate zurückgreifen. Das kann sich direkt in besseren Engagement-Raten und letztendlich in niedrigeren Kosten pro Conversion niederschlagen.


Status und Verfügbarkeit

Google hat das Update bisher nicht offiziell angekündigt, was darauf hindeutet, dass es sich entweder in der Testphase befindet oder schrittweise ausgerollt wird. Die Änderung wurde erstmals von Growth Marketing Manager Molly Pritchard auf LinkedIn entdeckt und geteilt.

Es ist also durchaus möglich, dass nicht alle Konten gleichzeitig Zugriff auf das erweiterte Limit erhalten. Prüfe am besten in deinen eigenen Performance Max-Kampagnen, ob die neue Option bereits verfügbar ist.


Was bedeutet das für deine Strategie?

Auch wenn die Erhöhung des Video-Caps auf den ersten Blick wie eine kleine Anpassung wirkt, könnte sie für Performance Max-Advertiser einen spürbaren Unterschied machen. Du erhältst bessere kreative Abdeckung mit weniger Kompromissen.


Falls das Update bei dir verfügbar wird, solltest du deine Video-Asset-Strategie überdenken. Nutze die zusätzlichen Slots strategisch, um verschiedene Botschaften, Formate und Zielgruppen-Ansprachen zu testen. Achte dabei darauf, dass du weiterhin qualitativ hochwertige Videos verwendest. Mehr Slots bedeuten nicht, dass du sie um jeden Preis füllen musst.


Fazit

Die mögliche Erhöhung auf 15 Video-Assets pro Asset-Gruppe ist eine willkommene Entwicklung für alle, die Video-Marketing in Performance Max ernst nehmen. Sie gibt dir die Freiheit, kreativer zu testen und gleichzeitig die technischen Anforderungen verschiedener Placements zu bedienen.



Quelle: Searchengineland.com

Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


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