Lisa-Marie Unger • 11. März 2026

Google-Pflichtmeldung – Das To Do bis zum 31. März 

Wenn du aktuell Google Ads-Kampagnen schaltest, die sich an Zielgruppen in der EU richten, solltest du jetzt aufhorchen. Alle aktiven Werbetreibenden müssen bis zum 31. März 2026 bestätigen, ob ihre Kampagnen politische EU-Werbung enthalten oder nicht.


Was steckt dahinter?

Die EU hat mit neuen Regulierungen für politische Werbung nachgezogen. Im Rahmen dieser Vorschriften ist Google jetzt verpflichtet, den politischen Anzeigenstatus aller aktiven Kampagnen zu verifizieren. Das betrifft nicht nur politische Parteien oder Wahlkampagnen, sondern grundsätzlich alle Werbetreibenden, die Anzeigen im EU-Raum ausspielen.



Google setzt diese Anforderung nun aktiv um und kontaktiert Advertiser direkt per E-Mail. Die Botschaft ist klar: Du musst handeln, und zwar bis spätestens Ende März.

Eine Perso tippt auf einen Laptop, worauf das Eu Logo zusehen ist.

Was genau wird von dir verlangt?

Du musst für deine bestehenden Kampagnen deklarieren, ob sie EU-politische Werbung beinhalten oder nicht. Das klingt aufwändiger als es ist. Google hat die Bestätigung nämlich in drei Varianten möglich gemacht:


1. Auf Kampagnenebene Du kannst jede Kampagne einzeln bestätigen. Dafür gehst du in die Kampagneneinstellungen und wählst die Option «EU political ads» aus. Diese Variante eignet sich, wenn du nur wenige Kampagnen hast oder unterschiedliche Antworten pro Kampagne brauchst.


2. Für mehrere Kampagnen gleichzeitig Im Kampagnen-Tab kannst du mehrere Kampagnen auf einmal markieren und die Bestätigung für alle gleichzeitig abgeben. Das spart Zeit, wenn du viele aktive Kampagnen verwaltest.


3. Auf Account-Ebene Die schnellste Methode: Du bestätigst direkt auf Account-Ebene für alle bestehenden und zukünftigen Kampagnen. Wenn du «Nein» wählst, wird diese Antwort automatisch auf alle Kampagnen, inklusive künftiger, übertragen. Du kannst die Einstellung jederzeit auf Kampagnenebene überschreiben, also gibt es kein Risiko, zu früh zu handeln.


Für wen ist welche Option die richtige?

Für die meisten Werbetreibenden, also Unternehmen, die klassische Produkte oder Dienstleistungen bewerben, dürfte die Account-Ebene die effizienteste Wahl sein. Mit einem Klick ist die Bestätigung für alle Kampagnen erledigt, und du bist auf der sicheren Seite.


Nur wenn du tatsächlich Kampagnen mit politischem Bezug im EU-Raum schaltest, lohnt es sich, die Meldung auf Kampagnenebene differenziert vorzunehmen.


Was passiert, wenn du nichts tust?

Das ist keine optionale Massnahme. Die EU-Verordnung zu politischer Werbung hat direkten Einfluss darauf, wie Plattformen wie Google ihre Werbeangebote regulieren müssen. Werbetreibende, die die Frist verpassen, können mit Compliance-Problemen konfrontiert werden. Im schlimmsten Fall drohen Einschränkungen für betroffene Kampagnen.


Da Google die Advertiser per E-Mail kontaktiert, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du bereits eine Nachricht erhalten hast. Schau also jetzt in deinen Posteingang und falls du nichts gefunden hast, logg dich direkt in dein Google Ads-Konto ein und überprüfe die Einstellungen unter dem Menüpunkt «EU political ads».


Unser Fazit

Diese Neuerung ist ein weiteres Zeichen dafür, dass die EU den digitalen Werbemarkt immer stärker reguliert. Als Werbetreibender ist es wichtig, solche Fristen ernst zu nehmen und rechtzeitig zu reagieren, auch wenn die eigenen Kampagnen keinen politischen Bezug haben. Der Aufwand ist minimal, das Risiko bei Nicht-Handeln aber real.


Kurz gesagt: Öffne dein Google Ads-Konto, bestätige den EU-Political-Ads-Status deiner Kampagnen, am besten auf Account-Ebene, und das vor dem 31. März 2026. Erledigt in wenigen Klicks, aber wichtig für deine Compliance.


Quelle: Searchengineland.com

Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


Mehr über Lisa