Google Direct Offers - KI-Angebote und Checkout
Google baut sein Direct-Offers-Programm aus: Mit KI-generierten Angeboten, einem direkten Checkout und neuen Reise-Deals rücken Promotionen näher an die KI-gestützte Suche. Wir zeigen dir, was hinter den Neuerungen steckt und was sie für deinen Online-Shop bedeuten.
Google erweitert Direct Offers
Auf dem Google Marketing Live 2026 hat Google angekündigt, sein Direct-Offers-Programm deutlich auszubauen. Dabei geht es um Promotionen und Angebote, also Rabatte, Gutscheine oder Aktionen, die künftig stärker in die KI-gestützte Suche eingebunden werden.
Drei Bereiche stehen im Mittelpunkt: KI-generierte Angebotsformate, ein direkter Checkout und neue Möglichkeiten für die Reisebranche. Wir schauen uns die einzelnen Punkte an und ordnen ein, was sie für deine Marketingarbeit bedeuten.
Was sind Direct Offers?
Direct Offers ist ein Programm, mit dem Marken ihre Promotionen direkt in den Suchergebnissen sichtbar machen. Statt mit klassischen, statischen Angebotserweiterungen zu arbeiten, sollen Angebote künftig dynamisch und passend zum jeweiligen Suchkontext ausgespielt werden.
Konkret können Marken bald verschiedene Arten von Promotionen hochladen: Rabatte, Gewinnspiele, lokale Gutscheine sowie Produktbundles. Diese Angebote bilden die Grundlage für die neuen, KI-gestützten Formate.
KI-generierte Angebote dank Gemini
Der spannendste Teil der Ankündigung betrifft die Rolle von künstlicher Intelligenz. Google setzt hier auf Gemini, um aus deinen hinterlegten Promotionen personalisierte Angebote zusammenzustellen.
Das Prinzip ist clever: Statt für jede Zielgruppe ein eigenes statisches Angebot zu erstellen, gibst du Google die Bausteine vor und Gemini setzt daraus den passenden Deal zusammen. Sucht jemand zum Beispiel nach einem bestimmten Produkt, kann die KI dynamisch ein passendes Bundle, einen Gutschein oder einen Rabatt vorschlagen. Die Angebote richten sich also nach der Suchabsicht und dem Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer.
So funktioniert das Ganze
Der Ablauf ist im Kern einfach. Du lädst deine zulässigen Promotionen, Produkte und die gewünschten Rahmenbedingungen für die Kampagne in Google Ads hoch. Diese Rahmenbedingungen sind wichtig: Mit ihnen legst du fest, in welchem Spielraum sich die KI bewegen darf.
Auf dieser Basis stellt Gemini anschliessend kontextbezogene Angebote zusammen, etwa Bundles, Gutscheine oder Rabatte und spielt sie innerhalb der KI-gestützten Sucherlebnisse aus. Du behältst also die Kontrolle über die Eckpunkte, während die KI die konkrete Ausgestaltung übernimmt.
Direkter Checkout über das Universal Commerce Protocol
Eine weitere wichtige Neuerung betrifft den Kaufabschluss. Google führt einen direkten Checkout für Händler ein, die das Universal Commerce Protocol (UCP) nutzen.
Das bedeutet: Kundinnen und Kunden können einen Kauf direkt aus dem KI-gestützten Einkaufsablauf heraus abschliessen, ohne den gewohnten Umweg über mehrere Schritte. Der Weg von der Produktentdeckung bis zum Kauf wird damit kürzer und reibungsloser.
Gerade dieser Punkt ist aus Conversion-Sicht interessant. Jeder zusätzliche Klick und jeder Medienbruch kostet potenzielle Käufe. Wenn der Checkout direkt im Sucherlebnis stattfindet, sinkt die Hürde zum Abschluss spürbar.
Neue Möglichkeiten für die Reisebranche
Auch die Reisebranche wird einbezogen. Reisepartner wie Booking und Expedia sollen ihre Angebote künftig direkt in den KI-gestützten Erlebnissen zur Reiseplanung anzeigen können.
Wer also über die KI-Suche seine nächste Reise plant, könnte passende Hotel- oder Reiseangebote direkt im Planungsprozess vorgeschlagen bekommen. Damit verschmelzen Inspiration, Recherche und konkretes Angebot zu einem durchgehenden Erlebnis.
Warum diese Updates wichtig sind
Die Richtung ist klar: Google macht Promotionen zu einem festen Bestandteil der gesprächsähnlichen, KI-gestützten Einkaufserlebnisse. Klassische Angebotserweiterungen und statische Deals verlieren damit an Bedeutung.
Für dich als Werbetreibende oder Werbetreibenden heisst das, dass du deine Promotionen zunehmend für die KI-gestützte Produktentdeckung und für kontextbezogene Empfehlungssysteme optimieren musst. Es reicht künftig nicht mehr, einfach einen Rabatt zu hinterlegen, die Angebote müssen so aufbereitet sein, dass die KI sie sinnvoll kombinieren und ausspielen kann.
Auch der direkte Checkout ist ein wichtiges Signal. Er verkürzt den Weg zwischen Entdeckung und Kauf und kann dadurch die Abschlussraten verbessern. Wer hier früh dabei ist, kann von einem reibungsloseren Einkaufserlebnis profitieren.
Worauf du achten solltest
Google bewegt die promotionsbasierte Werbung immer näher an die KI-gestützten Entdeckungsprozesse heran. Für dich lohnt es sich, genau zu beobachten, wie sich der direkte Checkout und die KI-generierten Angebotsempfehlungen auf deine Conversion-Rate und das Kaufverhalten auswirken.
Wichtig ist ausserdem, die Rahmenbedingungen für deine Kampagnen sorgfältig zu definieren. Da die KI die konkrete Angebotsgestaltung übernimmt, entscheidet die Qualität deiner Vorgaben darüber, ob die ausgespielten Deals zu deiner Marke und deinen Margen passen.
Verfügbarkeit
Beim Thema Verfügbarkeit ist noch etwas Geduld gefragt. Direct Offers befindet sich weiterhin in einer Pilotphase und steht aktuell nur Werbetreibenden in den USA zur Verfügung.
Für den Schweizer Markt heisst das: Die Funktionen sind noch nicht nutzbar. Trotzdem lohnt es sich, die Entwicklung im Auge zu behalten, denn solche Pilotprogramme weiten sich erfahrungsgemäss mit der Zeit auf weitere Märkte aus.
Unser Fazit
Die Erweiterung von Direct Offers zeigt, wie stark sich der Online-Handel in Richtung KI-gestützter, gesprächsähnlicher Einkaufserlebnisse verschiebt. Promotionen werden dynamischer, der Kaufabschluss reibungsloser und die Rolle der KI bei der Angebotsgestaltung wächst.
Unsere Empfehlung: Auch wenn die Funktionen in der Schweiz noch nicht verfügbar sind, lohnt es sich, jetzt strategisch zu denken. Überlege dir, welche Promotionen und Bundles zu deiner Marke passen und wie du sie strukturiert aufbereiten kannst. So bist du vorbereitet, sobald Google die Funktionen breiter ausrollt.
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Quelle: Searchengineland.com
Über die Autorin

Lisa-Marie Unger
Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.



