Google Ads API v23 - kanalspezifische Einblicke in PMax
Lange haben sich Werbetreibende mehr Transparenz bei Performance Max Kampagnen gewünscht. Jetzt liefert Google mit der API-Version 23 genau das. Die neueste Aktualisierung ermöglicht es dir erstmals, deine Performance Max Kampagnen nach einzelnen Kanälen aufzuschlüsseln.
Was ändert sich technisch?
In früheren API-Versionen erhielten Werbetreibende für Performance Max Kampagnen meistens nur einen pauschalen "MIXED"-Wert beim ad_network_type Segment. Mit Version 23 werden diese Daten nun in spezifische Kanal-Kategorien aufgeschlüsselt. Diese scheinbar kleine technische Änderung hat enorme praktische Auswirkungen auf deine Reporting- und Optimierungsmöglichkeiten.
Die kanalspezifischen Daten stehen dir auf Kampagnen-, Asset-Gruppen- und Asset-Ebene zur Verfügung. Das bedeutet, du kannst jetzt genau nachvollziehen, wie einzelne Creatives auf verschiedenen Google-Plattformen performen. Kombinierst du diese neuen Daten mit bereits existierenden Segmenten aus v22 wie ad_using_video und ad_using_product_data, kannst du beispielsweise gezielt die Performance von Videos auf YouTube oder Shopping-Anzeigen in der Google-Suche analysieren.

Warum ist das für dich wichtig?
Diese Aktualisierung verändert fundamental, wie du Performance Max verstehen und steuern kannst. Bisher war PMax für viele Werbetreibende eine Art Black Box. Du hast Budget investiert und Ergebnisse gesehen, aber der Weg dazwischen blieb weitgehend im Dunkeln. Mit der kanalspezifischen Aufschlüsselung erhältst du endlich die Transparenz, die für fundierte Optimierungsentscheidungen notwendig ist.
Du kannst jetzt beispielsweise feststellen, ob deine Kampagne hauptsächlich über YouTube-Anzeigen konvertiert oder ob die Suche der stärkste Kanal ist. Diese Erkenntnisse ermöglichen es dir, deine Creative Assets gezielt anzupassen und dein Budget effektiver einzusetzen. Statt blindlings auf Googles Algorithmus zu vertrauen, kannst du nun datenbasierte Entscheidungen treffen.
Praktische Anwendungsmöglichkeiten
Wenn du die Daten intelligent nutzt, eröffnen sich dir völlig neue Optimierungsstrategien. Angenommen, du stellst fest, dass deine Video-Assets auf YouTube hervorragend performen, während Display-Anzeigen kaum Conversions generieren. In diesem Fall könntest du mehr Ressourcen in die Produktion hochwertiger Video-Inhalte investieren und weniger Fokus auf statische Display-Creatives legen.
Oder du erkennst, dass bestimmte Produktdaten-basierte Anzeigen in der Google-Suche deutlich besser abschneiden als auf anderen Kanälen. Diese Erkenntnis könnte dich dazu veranlassen, deine Produktfeeds zu optimieren und mehr Variationen für suchbasierte Formate zu erstellen.
Die kanalspezifische Berichterstattung hilft dir auch dabei, die Gesamtstrategie deiner Kampagnen zu schärfen. Wenn du beispielsweise feststellst, dass ein bestimmter Kanal überproportional viel Budget verschlingt, aber unterdurchschnittliche Ergebnisse liefert, kannst du dies mit Google besprechen oder deine Gebotsstrategie anpassen.
Was du beachten solltest
Es gibt ein paar wichtige Einschränkungen, die du kennen solltest. Die kanalspezifischen Daten sind erst ab dem 1. Juni 2025 verfügbar. Für ältere Kampagnendaten bleiben die bisherigen aggregierten Werte bestehen. Wenn du historische Analysen durchführen möchtest, musst du also mit dieser Datenlücke arbeiten.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Asset-Gruppen-Ebene der Kanalberichterstattung ist ausschliesslich über die API verfügbar und wird nicht in der Google Ads Benutzeroberfläche angezeigt. Das bedeutet, wenn du diese Daten nutzen möchtest, benötigst du entweder technisches Know-how oder ein entsprechendes Tool.
Für Entwickler und Teams, die eigene Reporting-Systeme nutzen, ist ein Upgrade auf v23 erforderlich. Bestehende Systeme, die auf den alten MIXED-Wert ausgelegt sind, müssen aktualisiert werden, um die neuen Kanal-Enums korrekt zu verarbeiten.
Fazit
Die Google Ads API v23 liefert eine der bedeutendsten Verbesserungen für Performance Max seit dessen Einführung. Endlich können Werbetreibende die Blackbox aufbrechen und verstehen, wo ihre Anzeigen tatsächlich laufen und welche Kanäle die besten Ergebnisse liefern. Diese zusätzliche Transparenz gibt dir mehr Kontrolle und ermöglicht präzisere Optimierungen.
Quelle: Searchengineland.com
Über die Autorin

Lisa-Marie Unger
Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


