Lisa-Marie Unger • 26. Februar 2026

PMax Anzeigen – Der Einfluss von Landing-Page-Bildern 

Wenn du Performance Max-Kampagnen schaltest, weisst du, wie viel Google dabei automatisiert. Texte, Bilder, Zielgruppen, Platzierungen, der Algorithmus trifft viele Entscheidungen selbstständig. Genau das ist die Stärke von PMax, aber gleichzeitig auch eine der grössten Unsicherheiten.


Deine Website ist Teil deiner Asset-Bibliothek

Das ist der Kern dieser Neuerung: In Performance Max-Kampagnen kann Google, wenn du die entsprechende Option aktiviert hast, Bilder direkt von deinen Landing Pages ziehen und daraus automatisch Anzeigen-Creatives erstellen. Banner, Hero-Bilder, Produktfotos, alles, was auf deiner Website sichtbar ist, könnte potenziell zu einer Anzeige werden. Und das nicht nur auf einer Plattform, sondern quer über das gesamte Google-Netzwerk hinweg: auf der Suche, im Display-Netzwerk, auf YouTube oder im Discover-Feed.



Das ist keine neue Funktion an sich. Was sich jedoch geändert hat, ist die Transparenz darum: Google Ads zeigt dir jetzt bereits beim Erstellen der Kampagne, also bevor du sie live schaltest, konkrete Beispiele, wie deine Landing-Page-Bilder als automatische Creatives eingesetzt werden könnten. Du weisst also im Voraus, was der Algorithmus plant, anstatt es erst im laufenden Betrieb zu entdecken.

Frau benutzt Tablet mit „Marketing Automation“ in einem digitalen Sechseck, umgeben von Symbolen.

Warum das ein echter Fortschritt ist

Bisher war es für viele Werbetreibende eine Art Blackbox: Du hast PMax-Kampagnen aufgesetzt, Assets hochgeladen, eine URL hinterlegt und dann hat Google gemacht, was Google für richtig hielt. Welche Bilder von deiner Website gezogen wurden, in welcher Kombination sie ausgespielt wurden und wie die fertigen Anzeigen tatsächlich aussahen, war oft schwer nachzuvollziehen.


Genau das ändert sich jetzt. Durch die neue Vorschaufunktion bekommst du einen klaren Blick darauf, welche Website-Visuals Google als Anzeigen-Creatives plant. Das erlaubt dir, frühzeitig einzugreifen: Entweder du passt deine Landing Pages proaktiv an, um sicherzustellen, dass nur geeignete Bilder automatisch verwendet werden, oder du überarbeitest einzelne Elemente, die du lieber nicht als Werbemittel im Google-Netzwerk sehen möchtest.


Was das konkret für deine Kampagnen bedeutet

Die Automatisierung bei PMax nimmt zu, das ist kein Geheimnis. Google entwickelt diese Kampagnenform konsequent weiter, und der Anteil an maschinell generierten Creatives wird in Zukunft eher steigen als sinken. Diese Transparenz-Funktion ist deshalb kein nettes Beiwerk, sondern ein wichtiges Werkzeug für alle, die ihre Markenkommunikation unter Kontrolle behalten wollen.


Denn was du auf deiner Website veröffentlichst, ist nicht mehr nur für Besucher gedacht. Es ist potenzielle Werbung. Ein Bild, das du für deine Startseite entworfen hast, könnte genauso gut als Display-Banner auf einer fremden Website erscheinen oder als Creative in einem YouTube-Feed auftauchen. Wenn du das nicht aktiv steuerst und überprüfst, überlässt du dem Algorithmus die vollständige Kontrolle über dein visuelles Erscheinungsbild.


Was du jetzt tun solltest

Nutze die neue Vorschaufunktion aktiv, bevor du PMax-Kampagnen live schaltest. Prüfe, welche Landing-Page-Bilder Google als potenzielle Creatives anzeigt, und frage dich kritisch: Passt das zu meiner Markenbotschaft? Ist das Bild in der Qualität und im Kontext geeignet, um als Anzeige zu funktionieren? Gibt es Visuals auf meiner Website, die ich bewusst aus dem automatischen Creative-Pool ausschliessen möchte?


Wer PMax-Kampagnen betreibt, sollte seine Website zukünftig mit einem anderen Blick betrachten, nicht nur als Informationsquelle für Interessenten, sondern als Teil der aktiven Werbestrategie.


Fazit

Google gibt dir mit dieser Neuerung mehr Einblick in das, was hinter den Kulissen von PMax passiert und das ist gut so. Mehr Transparenz bedeutet mehr Kontrolle, und mehr Kontrolle bedeutet bessere Kampagnenergebnisse. Nutze diesen Einblick, um deine Landing Pages und deine Creatives aufeinander abzustimmen und sicherzustellen, dass deine Marke überall dort, wo Google sie zeigt, auch wirklich gut aussieht.


Quelle: Searchengineland.com

Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


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