Lisa-Marie Unger • 14. Januar 2026

A/B-Testing Beta-Phase - Für Performance Max Assets

Google erweitert die Testmöglichkeiten für Performance Max-Kampagnen. Werbetreibende können ab sofort verschiedene Asset-Sets gegeneinander testen und so herausfinden, welche kreativen Kombinationen die besten Ergebnisse liefern. Doch die Automatisierung hat es Werbetreibenden bisher erschwert.


Mit dem neuen A/B-Testing-Feature ändert sich das grundlegend. Du erhältst endlich mehr Kontrolle über deine Asset-Performance.


Was bedeutet das neue Feature für dich?

Mit dem Beta-Launch kannst du nun zwei verschiedene Asset-Sets direkt miteinander vergleichen. Dabei bleiben bestimmte "gemeinsame Assets" über beide Testvarianten hinweg konsistent, während du andere gezielt variierst. Das Setup erfolgt ganz einfach über die Experiments-Seite im Assets-Untermenü deines Google Ads-Kontos.



Google hatte bereits im vergangenen Jahr ein ähnliches Experiment für Retail-Kampagnen ausgerollt. Die neue Funktion erweitert diese Möglichkeit nun auf alle Performance Max-Kampagnen unabhängig von der Branche oder dem Kampagnenziel.

A/B-Split-Test-Grafik mit Computerbildschirm, Diagrammen, Häkchen, „X“ und Personen.

Warum ist das für dein Marketing wichtig?

Performance Max lebt von der Automatisierung, was einerseits enorme Vorteile bringt, andererseits aber auch Fragen zur Performance einzelner Assets aufwirft. Mit dem neuen A/B-Testing erhältst du Asset-Level-Insights, ohne dabei deine gesamte Kampagnenstruktur durcheinanderzubringen.


Du kannst jetzt systematisch herausfinden, welche Bilder, Headlines oder Videos tatsächlich zu besseren Conversion-Raten führen. Diese datenbasierte Herangehensweise ermöglicht es dir, deine kreativen Entscheidungen auf fundierte Erkenntnisse zu stützen statt auf Bauchgefühl.


Was musst du bei der Durchführung beachten?

Geduld ist hier das Stichwort: Tests sollten mindestens vier Wochen laufen. Dieser Zeitraum ist notwendig, damit Performance Max die Lernphase durchlaufen und die Ad Delivery sich stabilisieren kann. Schnelle Ergebnisse nach wenigen Tagen sind also nicht zu erwarten.


Aber genau diese Laufzeit sorgt dafür, dass deine Testergebnisse auch wirklich aussagekräftig sind. Nach Abschluss des Tests kannst du fundierte Entscheidungen darüber treffen, welche Asset-Kombinationen du skalieren solltest und welche eher enttäuschen.


Das steckt hinter der Entwicklung

Das neue Feature wurde erstmals vom Web-Marketer Dario Zannoni entdeckt und über LinkedIn geteilt. Es zeigt, dass Google auf das Feedback der Werbetreibenden reagiert und versucht, mehr Transparenz in automatisierte Kampagnen zu bringen.


Für viele Marketer war die "Black Box"-Natur von Performance Max ein Kritikpunkt. Mit dem Asset-Testing erhältst du nun einen Hebel, um die Performance gezielt zu optimieren und nachzuvollziehen, was funktioniert und was nicht.


Welche strategischen Vorteile ergeben sich?

Das Asset-Level-Testing könnte sich als Schlüsselfaktor zur Verbesserung deines Performance Max ROI entwickeln. Besonders wenn du mit mehreren Creatives und verschiedenen Asset-Formaten arbeitest, bietet sich hier enormes Optimierungspotenzial.


Du kannst verschiedene kreative Ansätze systematisch testen: Funktionieren emotionale oder rationale Headlines besser? Welcher Bildstil erzielt höhere Engagement-Raten? Welche Video-Variante führt zu mehr Conversions?


Fazit

Auch wenn sich das Feature noch in der Beta-Phase befindet, verspricht es einen neuen Level an Transparenz und Kontrolle über automatisierte Kampagnen. Das könnte die Art und Weise verändern, wie du deine Asset-Strategie in Performance Max angehst.


Der Trend geht klar in Richtung datengetriebener Optimierung auch innerhalb automatisierter Systeme. Du musst dich nicht mehr blind auf den Algorithmus verlassen, sondern kannst aktiv steuern und optimieren.


Quelle: Searchengineland.com

Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


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