Lisa-Marie Unger • 12. Februar 2026

Performance Max - A/B-Testing für kreative Assets

Google rollt ein neues Beta-Feature für Performance Max aus, das die Art und Weise verändert, wie du deine Werbemittel testen kannst. Mit der neuen integrierten A/B-Testing-Funktion für kreative Assets erhältst du endlich eine strukturierte Möglichkeit zu messen und zu optimieren.


Schluss mit Rätselraten bei Creative-Tests

Bisher war das Testen von Creatives in Performance Max grösstenteils eine Black Box. Du konntest verschiedene Assets hochladen und hoffen, dass Googles Algorithmus die richtigen Kombinationen findet. Doch welches Asset wirklich funktioniert und warum, blieb oft unklar. Mit dem neuen nativen A/B-Testing-Feature für Assets ändert sich das grundlegend.


Google bringt nun kontrollierte Tests direkt in Performance Max. Eine Funktion, auf die viele Werbetreibende seit Langem gewartet haben. Das bedeutet konkret: Du kannst jetzt strukturierte Experimente durchführen, ohne auf Trial-and-Error-Methoden angewiesen zu sein.

Frau lächelt am Computer mit eingeblendeter Finanzwachstumsgrafik in einem Büro.

So funktioniert das neue A/B-Testing

Die Funktionsweise ist erfreulich unkompliziert. Du wählst eine Performance Max-Kampagne und eine Asset-Gruppe aus. Anschliessend definierst du zwei verschiedene Asset-Sets: Ein Kontroll-Set mit deinen bestehenden Creatives und ein Treatment-Set mit neuen Alternativen, die du testen möchtest.


Besonders praktisch: Du kannst Assets definieren, die in beiden Versionen verwendet werden sollen. Diese geteilten Assets laufen dann in beiden Varianten parallel. Nach der Definition deiner Test-Assets legst du eine Traffic-Verteilung fest, beispielsweise 50/50 zwischen beiden Versionen.


Das Experiment läuft dann über mehrere Wochen, bevor du basierend auf den Performance-Daten entscheidest, welche Assets du dauerhaft einsetzen möchtest. Dieser datengetriebene Ansatz ersetzt endlich das bisherige Bauchgefühl bei Creative-Entscheidungen.


Die Vorteile auf einen Blick

Der grösste Vorteil dieser Funktion liegt in der Isolation des Creative-Impacts. Wenn du Tests innerhalb derselben Asset-Gruppe durchführst, reduzierst du Störfaktoren, die durch strukturelle Kampagnenänderungen entstehen könnten. Die kontrollierte Aufteilung des Traffics sorgt für klarere Reporting-Daten.


Du erhältst dadurch eine verlässliche Grundlage für Rollout-Entscheidungen. Statt auf Annahmen zu setzen, kannst du deine Entscheidungen auf echten Performance-Daten aufbauen. Das ist besonders wertvoll in einem so automatisierten System wie Performance Max, wo du sonst wenig Einblick in die Mechanismen hast.


Ein weiterer Pluspunkt: Du musst keine separaten Kampagnen mehr erstellen, um verschiedene Creative-Ansätze zu testen. Das spart nicht nur Zeit bei der Einrichtung, sondern auch bei der Verwaltung und Auswertung deiner Tests.


Wichtige Erkenntnisse aus ersten Tests

Die ersten Erfahrungen mit dem Feature zeigen wichtige Patterns, die du beachten solltest. Kurze Experimente, insbesondere solche unter drei Wochen, produzieren oft instabile Ergebnisse. Das gilt besonders für Konten mit geringerem Volumen.


Längere Testläufe verbessern die Zuverlässigkeit der Daten deutlich. Google empfiehlt daher, den Tests genügend Zeit zu geben, um statistisch relevante Ergebnisse zu liefern. Geduld zahlt sich hier aus.


Ein weiterer wichtiger Tipp: Vermeide es, während des laufenden Experiments andere Kampagnenänderungen vorzunehmen. Jede zusätzliche Variable kann die Aussagekraft deiner Test-Ergebnisse beeinträchtigen. Fokussiere dich während der Testphase ausschliesslich auf die Creative-Performance.


Was bedeutet das für deine Performance Max-Strategie?

Diese neue Funktion macht Performance Max deutlich testbarer und transparenter. Du kannst jetzt Creative-Entscheidungen validieren, bevor du sie vollständig ausrollst. Das minimiert Risiken und maximiert die Chancen auf erfolgreiche Kampagnen.


Besonders für Teams, die bisher mit der Intransparenz von Performance Max gekämpft haben, ist dies ein Game-Changer. Du erhältst endlich die Kontrolle zurück, die du brauchst, um fundierte Optimierungsentscheidungen zu treffen.


Nutze die Möglichkeit, verschiedene Visual-Ansätze, Headlines oder Call-to-Actions gegeneinander zu testen. Experimentiere mit verschiedenen Botschaften für unterschiedliche Zielgruppen-Segmente. Die Insights, die du dabei gewinnst, helfen dir nicht nur bei Performance Max, sondern können auch deine gesamte Creative-Strategie informieren.


Erste Schritte und Verfügbarkeit

Das Feature befindet sich aktuell in der Beta-Phase. Wenn du Zugang erhältst, findest du die Experiment-Funktionen in deinem Google Ads-Konto unter den Performance Max-Kampagneneinstellungen. Die Einrichtung ist intuitiv gestaltet und führt dich Schritt für Schritt durch den Prozess.


Google Ads-Experten haben das Update auf LinkedIn geteilt und erste positive Rückmeldungen gegeben. Es lohnt sich, regelmässig in deinem Konto nachzusehen, ob die Funktion bereits für dich freigeschaltet wurde.


Fazit

Mit dem integrierten A/B-Testing für kreative Assets wird Performance Max erwachsen. Statt dich auf Trial-and-Error zu verlassen, kannst du jetzt datenbasierte Creative-Entscheidungen treffen. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für mehr Transparenz und Kontrolle in einem der mächtigsten Google Ads-Kampagnentypen.


Quelle: Searchengineland.com

Über die Autorin

Eine Frau mit lockigem Haar trägt ein weißes Hemd und lächelt.

Lisa-Marie Unger

Lisa-Marie hat 2018 Publizistik und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen und arbeitet bei netpulse AG als Projektleiterin für Google Ads. Sie informiert über SEO (Suchmaschinenoptimierung) und führt Schulungen durch.


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